Julie Lamontagne ist ein wahres Multitalent und ungeheuer wißbegierig. Sie nahm Unterricht unter anderem an der Flöte, lernte Saxophon, lateinamerikanische Percussion, und zuletzt in Berklee Drum Programming. Und das alles neben der (zunächst) kompletten klassischen Klavierausbildung, die dann in ein weiteres Studium im Jazzpiano (bei Fred Hersch) mündete. Letzterer ermunterte sie auch, ihre umfangreiche klassische Ausbildung mit ihrer Jazzleidenschaft zu verbinden. So entstanden Stücke als Reminiszenzen an die Kompositionen von Bach bis Brahms, von Chopin bis Debussy. Alle atmen die Atmosphäre der genannten Komponisten, aber schweben auch swingend. Ohne eine aufgesetzte Maniriertheit, weit weg von z.B. Jacques Loussier´s Play Bach.