Nikolai Lugansky spielt Rachmaninows Klaviersonaten Nach seinem Liszt-Recital im Herbst 2011 veröffentlicht der St. Petersburger Pianist Nikolai Lugansky nun sein zweites Album bei Ambroisie/Naive. Lugansky gilt als einer der weltbesten Rachmaninow-Interpreten und hat eine beeindruckende Interpretation seiner beiden Klaviersonaten abgeliefert: akkurat und kühl analysierend, gleichzeitig emotional erfüllt und voller Persönlichkeit. Von der ersten Sonate in d-Moll op. 28, die Rachmaninow als eine Art Programmmusik um die drei Hauptfiguren aus Goethes Faust angelegt hat, existieren bisher nur wenige Einspielungen. Er schrieb sie im Jahr 1907 in Dresden. Die Uraufführung spielte der Komponist ausnahmsweise nicht selbst, sondern Konstantin Igumnov im Moskauer Konservatorium am 17. Oktober 1908. Mit der Arbeit an seiner 2. Klaviersonate op. 36 begann Rachmaninow 1912 in Rom und stellte sie im September 1913 fertig. Im Jahre 1931 schuf er eine überarbeitete und um 120 Takte gekürzte Fassung. Den Interpreten stellte er frei, welche Version sie spielen wollten. Nikolai Lugansky hält sich weitgehend an die längere Erstfassung von 1913, nahm darin aber einige Elemente aus der späteren Überarbeitung mit auf.