Für Jonathan Morali und seine Band Syd Matters bedeutet Songwriting immer auch Abenteuer. Keine lärmend orchestrierten Richtungswechsel, keine musikalischen Wendemanöver, kein künstlerisches Nicht-Wissen-Wohin. Stattdessen vermittelt die Band erneut ihr Verlangen, dem natürlichen Verlauf ihrer sich entfaltenden Inspiration zu folgen; neue musikalische Wege zu beschreiten, die sie geradewegs ans Licht und damit nach und nach zur Erleuchtung führen. Man muss sich bloß einmal die zarte Beharrlichkeit solcher Stücke wie Wolfmother oder River Sister zu Gemüte führen, wie sie einem ihre bezaubernden Soul-Melodien in die Ohrmuscheln träufeln. Oder Songs wie Hi Life und Lost , die dank ihrer außergewöhnlichen Arrangements ein hohes Maß an Originalität aufweisen. Stattdessen schaffen es Syd Matters stets, fremd und vertraut gleichermaßen zu wirken; so unscheinbar und trügerisch wie die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Im Frühjahr 2010 haben sich Syd Matters (übrigens ein Pseudonym aus der leichten Modifizierung der Namen der alten Pink-Floyd-Recken Syd Barret und Roger Waters) für eine Akustik-Tour zusammengefunden, zu der es das Quintett erstmals in reichlich ungewöhnliche Venues wie Kapellen, Barkassen und umgebaute Bauernhöfe verschlagen hat.