'Regers Musik hinterlässt, im Unterschied zu der von Mahler oder Berg, bei Hörern, die wenig oder nichts begriffen haben, das ebenso deutliche wie unangenehme Gefühl, dass sie nichts begriffen haben.' Vielen Musikliebhabern gilt die Musik von Max Reger (1873-1916) tatsächlich nach wie vor als 'schwierig' und so sehr sich seine Orgelwerke im Konzertbetrieb auch etabliert haben, kann davon hinsichtlich seines übrigen Oeuvres kaum die Rede sein. Dabei hält seine Kammermusik einige Meisterwerke bereit, die einen prominenteren Platz im Bewusstsein verdient hätten. Die belgische Kammermusikformation Oxalys gibt uns hier Gelegenheit, die Schönheit seiner Kammermusik zu entdecken. Neben zwei Spätwerken, der Serenade Op.141a und dem Klarinettenquintett Op.146 aus dem Jahr 1915 enthält das 'Plädoyer für Reger' auch die 1904 entstandene Serenade Op.77a.