Critique Seit 35 Jahren ist der Gitarrist Gabor Gadó, in Budapest geboren, eine Koryphähe der ungarischen Jazzszene, hierzulande aber kennen ihn nur wenige.Was wohl auch dem eigenen Desinteresse am Reisen, sowie der Vorliebe fürs Komponieren und der Beschäftigung mit zeitgenössischer Literatur geschuldet ist. ... Eine faszinierende Linie in seiner Musik führt zurück zu Gabor Szábo und Attila Zoller, deutlicher noch als bei Ferenc Snetberger, mit dem Gadó mal ein Gitarrentrio hatte.Anfangs spielte er viel bei Hochzeiten und Festen und wurde so sehr vertraut mit dem traditionellen Musikerbe seines Landes, natürlich auch mit Bartok, Kodaly und Kurtag. 'Ich suche nach Bedeutung und Inhalten in allen Musiken'. Seine Heimatstadt Budapest sei für ihn eine 'Stadt der Illusionen', erklärt er frei nach Borges.1991 erschien in Ungarn ein erstes Album, worauf der ungarische Künstler in seiner Wahlheimat Paris ein fabelhaftes Quartett formierte (mit Mathieu Donarier, Sebastien Boisseau und Joe Quitzke - CD: Byzantinum)Auf all seinen Alben für BMC, die ein schmales Oeuvre bilden, verlangt sich Gadó größte Genauigkeit ab - wie auf dem Album 'Orthodoxia', auf dem sein Blick rückgewandt und vorausschauend zugleichist. Nach sieben Jahren Studioabstinenz ist jetzt 'Veil + Quintessence' da, bestehend aus feinziselierten Duos mit dem großen belgischen Trompeter Laurent Blondiau aus Andy Emlers MagaOctet. Ohne Aufschönungen und mit fokussierter Dialogbereitschaft spielen die beiden kunstvoll mit Licht- und Schattenwirkungen. Wie Marcel Schob so treffend schrieb:'Die Kunst widerstrebt den Allgemeinbegriffen, sie stellt nur Einzelwesen dar, will nur das Einmalige' --Fono Forum / 03.2018 Description du produit Compositions de Gábor Gadó : Ombra adorata -Kenpo - Bunan-Icon - Veil and Quintessence - Ebène - Mahler / Strauss Memorial - Little Protestant Jazz Song - Sacre (short version) - Chanson - Anywhere out of the world / Conclusion Trinité (short version)Dans la quasi-pénombre de quelques années sans parutions musicales et discographiques, Gábor Gadó a travaillé sur un approfondissement intense de son langage sur scène. Et tandis que les derniers enregistrements à apparaître, Byzance (2007) et Lung-Gom-Pa (2008), suggèrent une abstraction croissante, les premières lignes de 'Weltraum' sur Ungrund (2011) témoignent d'un retour aux fondamentaux de la musique baroque dans la constante compagnie de la musique de Johann Sebastian Bach. L'attrait de cette esthétique, concrétisée ces dernières années dans sa collaboration avec le compositeur et pianiste Barnabás Dukay, trouve sa résolution dans cette résurgence phonographique sous le titre «Voile et Quintessence», autre épisode de la quête frénétique qui est à l'origine de la musique de Gábor Gadó ... Franck Bergerot.
Caractéristiques
Éditions :Bmc Records
ISBN :5998309302558
Date de publication :3 mai 2019
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