Présentation de l'éditeur Heyder Cengi, ein Türke alevitischen Glaubens, hält sich illegal in Deutschland auf und übernimmt Hilfsarbeiten auf dem Bau. Als eines Tages ein Kontrolleur vom Arbeitsamt erscheint, kommt es zu einem Handgemenge. Der deutsche Beamte stürzt vom Gerüst und stirbt. Währenddessen bittet der Dönerbudenbesitzer Kemal Kaya den Rechtsanwalt Peter Schlüter, die Auslieferung seines Neffen Emin Gül an die türkische Justiz zu verhindern. Gül ist dort zu zwanzig Jahren Haft verurteilt worden, weil er an einem Brandanschlag auf ein Hotel in Sivas beteiligt gewesen sein soll, bei dem 37 Menschen zu Tode kamen. Ein Fehlurteil, sagt Kaya.Mit ein wenig Bauchgrimmen - hat er doch so gar keine Ahnung von der Türkei - übernimmt Schlüter das Mandat. Er versucht, sich den dort geltenden Gesetzen, der Kultur und den Menschen zu nähern, doch als er auch mit dem Fall Heyder Cengi konfrontiert wird, gerät er in einen Gewissenskonflikt. Ein vor Jahrzehnten begangener Völkermord wirkt bis heute und sogar bis ins tiefe norddeutsche Moor nach ... Biographie de l'auteur Wilfried Eggers, geboren 1951, Studium der Rechtswissenschaften und skandinavischer Sprachen in Kiel. Verheiratet, drei Kinder. Seit Ende der Siebzigerjahre selbstständiger Rechtsanwalt und Notar auf dem Dorfe im feuchten Weser-Elbe-Dreieck. Überzeugter Moorbewohner. Bauernsohn, nach einigen hundert Jahren Tradition jetzt degeneriert zum Hobbygärtner. Nachdem seine Kinder aus dem Haus sind, ist er wieder mehr auf Reisen; eine hat ihn nach Tunceli in der Türkei geführt, einem Ort im gebirgigen Osten Anatoliens, an dem Fürchterliches passiert ist ...